Eu­ro­pas mo­ra­li­sche Ver­ant­wor­tung: Der Be­richt der Task Force on the EU Preven­ti­on of Mass Atro­ci­ties un­d­s­ei­ne Im­pli­ka­tio­nen für die deut­sche Po­li­tik

 

TF logoAn­fang März die­sen Jah­res hat die Task Force on the EU Preven­ti­on of Mass Atro­ci­ties, ei­ne In­itia­ti­ve des Bu­da­pest Cent­re for the In­ter­na­tio­nal Preven­ti­on of Ge­no­ci­de and Mass Atro­ci­ties, ei­nen Be­richt zu exis­tie­ren­den Fä­hig­kei­ten so­wie Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­gen im Be­reich der Prä­ven­ti­on von schwersten Men­schen­rechts­ver­bre­chen durch die Eu­ro­päi­sche Uni­on vor­ge­legt. Der Be­richt ver­sucht ei­ne Dis­kus­si­on zur Rol­le der EU in der Prä­ven­ti­on und Re­ak­ti­on auf Men­schen­rechts­ver­bre­chen an­zu­sto­ßen. Genocide Alert hat die wichtigsten Empfehlungen der Task Force auf Deutsch übersetzt und fasst die Implikationen des Berichtes für die deutsche Außenolitik zusammen.  [Hier wei­ter zur deutsch­spra­chi­gen Kurz­zu­sam­men­fas­sung des Be­rich­tes]. 

Die Schutz­ver­ant­wor­tung - "Re­s­pon­si­bi­li­ty to Pro­tect" und Deutsch­land 

 

bosnienIm Jahr 2001 wur­de von ei­ner in­ter­na­tio­na­len Kom­mis­si­on mit dem Prin­zip der Schutz­ver­ant­wor­tung - Eng­lisch "Re­s­pon­si­bi­li­ty to Pro­tect" (RtoP) – ein neu­es Kon­zept zur Ver­hin­de­rung von Mas­sen­ver­bre­chen ent­wi­ckelt. Das Ziel: Staat­li­che Sou­ve­rä­ni­tät und Men­schen­rechts­schutz soll­ten mit ein­an­der in Ein­klang ge­bracht, die Ver­ant­wor­tung der in­ter­na­tio­na­len Ge­mein­schaft zur Ver­hin­de­rung schwers­ter Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen fest­ge­schrie­ben wer­den. Nur vier Jah­re spä­ter wur­de das Kon­zept der Schutz­ver­ant­wor­tung auf dem Mil­le­ni­ums-Gip­fel­tref­fen der Ver­ein­ten Na­tio­nen von aus­nahms­los al­len Mit­glieds­staa­ten im Jahr 2005 an­er­kannt.    


In Kenia, Li­by­en und der El­fen­bein­küs­te hat sich die in­ter­na­tio­na­le Ge­mein­schaft ent­schlos­sen ge­zeigt, Mas­sen­ver­bre­chen ver­hin­dert. An vie­len an­de­ren Or­ten zö­gern die UN und ih­re Mit­glieds­staa­ten, ih­rer Ver­ant­wor­tung ge­recht zu wer­den. So­lan­ge aber das Ver­spre­chen ei­ner Welt oh­ne Völ­ker­mord nicht ein­ge­löst ist, bleibt die Um­set­zung der Schutz­ver­ant­wor­tung ei­ne der wich­tigs­ten Mensch­heits­auf­ga­ben des 21. Jahr­hun­derts.

Über Schutz­ver­ant­wor­tung.​de  

 

Das Por­tal www.​schutz­ver­ant­wor­tung.​de ist ein Pro­jekt der Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­ti­on Ge­no­ci­de Alert e.V. Es ver­folgt zwei Zie­le. 

  1. Das Kon­zept der Schutz­ver­ant­wor­tung ei­ner deutsch­spra­chi­gen Öf­fent­lich­keit nä­her zu brin­gen, über ih­re Ur­sprün­ge und Aus­ge­stal­tung zu in­for­mie­ren und auf die­sem Weg zu ih­rer Ver­brei­tung und Um­set­zung bei­zu­tra­gen.  
  2. Ei­ne über­par­tei­li­che Platt­form zur Dis­kus­sio­nen der Schutz­ver­ant­wor­tung in Deutsch­land und der Welt zu bie­ten. Wie po­si­tio­nie­ren sich Po­li­tik und Par­tei­en zur Schutz­ver­ant­wor­tung? Wie kann Deutsch­land zu ei­ner bes­se­ren Um­set­zung der Norm bei­tra­gen? Was kann und soll­te Deutsch­land zu der Ver­hin­de­rung von ak­tu­el­len und zu­künf­ti­gen Mas­sen­ver­bre­chen bei­tra­gen?  



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Zitate


merkel in buchenwald„Für uns Deut­sche bleibt die quä­len­de Fra­ge nach dem "War­um". War­um konn­te so et­was ge­sche­hen, war­um konn­te so et­was von Deutsch­land über Eu­ro­pa und die Welt ge­bracht wer­den? Uns Deut­schen bleibt der un­be­ding­te Wil­le, al­les zu tun, dass so et­was nie wie­der ge­schieht.“ 

An­ge­la Mer­kel, Bu­chen­wald, 5. Ju­ni 2009

 
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