Factsheet: Das Atrocities Prevention Board und die amerikanische Strategie zur Prävention von Massenverbrechen - Vorbild für Deutschland?


 prventingAm 23. April 2012 verkündete der amerikanische Präsident in einer Ansprache im US Holocaust Memorial Museum in Washington den Aufbau eines ‚Atrocities Prevention Boards‘ in den USA – eine Koordinierungseinheit, die ressortübergreifend zu einer effektiveren Prävention von und Reaktion auf (potentielle) Massenverbrechen führen soll. Zudem erklärte er, dass er die Ergebnisse einer Studie zu den gegenwärtigen Kapazitäten der Regierung in diesem Bereich angenommen und seine Regierung zur Umsetzung einer umfassenden Strategie zur Prävention von Massenverbrechen angewiesen hat. Das vorliegende Factsheet erklärt Aufgaben und Zusammensetzung des Atrocities Prevention Board und die wichtigsten Eckpunkte der umfassenden amerikanischen Strategie. [weiter]

 

Die Schutz­ver­ant­wor­tung - "Re­s­pon­si­bi­li­ty to Pro­tect" und Deutsch­land 

 

bosnienIm Jahr 2001 wur­de von ei­ner in­ter­na­tio­na­len Kom­mis­si­on mit dem Prin­zip der Schutz­ver­ant­wor­tung - Eng­lisch "Re­s­pon­si­bi­li­ty to Pro­tect" (RtoP) – ein neu­es Kon­zept zur Ver­hin­de­rung von Mas­sen­ver­bre­chen ent­wi­ckelt. Das Ziel: Staat­li­che Sou­ve­rä­ni­tät und Men­schen­rechts­schutz soll­ten mit ein­an­der in Ein­klang ge­bracht, die Ver­ant­wor­tung der in­ter­na­tio­na­len Ge­mein­schaft zur Ver­hin­de­rung schwers­ter Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen fest­ge­schrie­ben wer­den. Nur vier Jah­re spä­ter wur­de das Kon­zept der Schutz­ver­ant­wor­tung auf dem Mil­le­ni­ums-Gip­fel­tref­fen der Ver­ein­ten Na­tio­nen von aus­nahms­los al­len Mit­glieds­staa­ten im Jahr 2005 an­er­kannt.    


Ein An­fang ist ge­macht: In Li­by­en und der El­fen­bein­küs­te hat sich die in­ter­na­tio­na­le Ge­mein­schaft erst­ma­lig ent­schlos­sen ge­zeigt, Mas­sen­ver­bre­chen ver­hin­dert. An vie­len an­de­ren Or­ten zö­gern die UN und ih­re Mit­glieds­staa­ten, ih­rer Ver­ant­wor­tung ge­recht zu wer­den. So­lan­ge aber das Ver­spre­chen ei­ner Welt oh­ne Völ­ker­mord nicht ein­ge­löst ist, bleibt die Um­set­zung der Schutz­ver­ant­wor­tung ei­ne der wich­tigs­ten Mensch­heits­auf­ga­ben des 21. Jahr­hun­derts.

Über Schutz­ver­ant­wor­tung.de  

 

Das Por­tal www.schutz­ver­ant­wor­tung.de ist ein Pro­jekt der Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­ti­on Ge­no­ci­de Alert e.V. Es ver­folgt zwei Zie­le. 

  1. Das Kon­zept der Schutz­ver­ant­wor­tung ei­ner deutsch­spra­chi­gen Öf­fent­lich­keit nä­her zu brin­gen, über ih­re Ur­sprün­ge und Aus­ge­stal­tung zu in­for­mie­ren und auf die­sem Weg zu ih­rer Ver­brei­tung und Um­set­zung bei­zu­tra­gen.  
  2. Ei­ne über­par­tei­li­che Platt­form zur Dis­kus­sio­nen der Schutz­ver­ant­wor­tung in Deutsch­land und der Welt zu bie­ten. Wie po­si­tio­nie­ren sich Po­li­tik und Par­tei­en zur Schutz­ver­ant­wor­tung? Wie kann Deutsch­land zu ei­ner bes­se­ren Um­set­zung der Norm bei­tra­gen? Was kann und soll­te Deutsch­land zu der Ver­hin­de­rung von ak­tu­el­len und zu­künf­ti­gen Mas­sen­ver­bre­chen bei­tra­gen?  



Zitate

Merkel in Buchenwald "Für uns Deut­sche bleibt die quä­len­de Fra­ge nach dem "War­um". War­um konn­te so et­was ge­sche­hen, war­um konn­te so et­was von Deutsch­land über Eu­ro­pa und die Welt ge­bracht wer­den? Uns Deut­schen bleibt der un­be­ding­te Wil­le, al­les zu tun, dass so et­was nie wie­der ge­schieht."

An­ge­la Mer­kel, Bu­chen­wald, 5. Ju­ni 2009

 
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