Factsheet: Das Atrocities Prevention Board in den USA: Idee und aktueller Stand
Das geplante Atrocit ies
Prevention Board in den USA ist eine Initiative der
amerikanischen Regierung unter Führung von Präsident Barack
Obama, die die rechtzeitige und effektive Prävention und
Verhinderung von Massenverbrechen zum Ziel hat. Das Board soll
die verschiedenen Regierungsorganisationen und Abteilungen
koordinieren um eine kohärente Strategie für die
Verhinderung von und Reaktion auf Mas senverbrechen zu entwickeln. [weiter]
Neuer Artikel zur
Schutzverantwortung in Internationale
Politik
In
der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Internationale
Politik analysiert Thorsten Benner die Bilanz und Perspektiven der
Responsibility to Protect. Der stellvertretene Direktor des Global Public
Policy Institute (GPPi) in Berlin geht in dem Artikel auf wichtige aktuelle
Fragen zur Schutzverantwortung ein, wie die Haltung der BRICS-Staaten zur R2P,
das Verhältnis der Norm zur internationalen Strafjustiz und die Rolle von NGOs
bei der Umsetzung der Schutzverantwortung. Benner attestiert Deutschland und
der Europäischen Union eine mangelhafte Unterstützung von R2P und fordert einen
stärkeren Einsatz und die Übernahme einer Führungsrolle Deutschlands und
Europas bei der Operationalisierung der Responsibility to Protect. Hierzu würde dringend eine institutionelle
Verankerung und ein Koordinierungsmechanismus zur Umsetzung der Norm gebraucht
wie es ihn in den USA mit dem „Atrocities Prevention Board“ schon gäbe. [Hier zum Artikel auf der Webseite
der IP und hier zur PDF Version des Artikels]
Wenn es darum geht,
Menschenrechtsverletzungen anzuprangern ist die Linkspartei
stets ganz vorne mit dabei - und das ist gut so. Durch unbequeme
Fragen eröffnen sie das Störfeuer gegen eine Realpolitik, in
welcher Wirtschaftsinteressen Vorfahrt gegenüber
Menschenrechten haben. Leider kommt jedoch der Partei ihr ebenso
großer Eifer in Sachen „Anti-Militarismus" und ihr
Generalverdacht des „westlichen Imperialismus" gerade dann
in die Quere, wenn es darum geht, die allerschlimmsten Formen der
Menschenrechtsverletzungen - Völkermord, Kriegsverbrechen,
ethnische Säuberung und Verbrechen gegen die Menschlichkeit- zu
verhindern.
Dieser Irrtum ist nicht nur traurig aufgrund der
Missverständnisse, welchen dieser falsch verstandene
Pazifismus aufsitzt, sondern ist in seiner Konsequenz auch
tödlich für die Menschen, für welche die Linkspartei zu sprechen
meint. [ mehr]
Die Schutzverantwortung - "Responsibility to Protect" und Deutschland
Im Jahr 2001 wurde von einer internationalen Kommission mit dem Prinzip der Schutzverantwortung - Englisch "Responsibility to Protect" (RtoP) – ein neues Konzept zur Verhinderung von Massenverbrechen entwickelt. Das Ziel: Staatliche Souveränität und Menschenrechtsschutz sollten mit einander in Einklang gebracht, die Verantwortung der internationalen Gemeinschaft zur Verhinderung schwerster Menschenrechtsverletzungen festgeschrieben werden. Nur vier Jahre später wurde das Konzept der Schutzverantwortung auf dem Milleniums-Gipfeltreffen der Vereinten Nationen von ausnahmslos allen Mitgliedsstaaten im Jahr 2005 anerkannt.
Ein Anfang ist
gemacht: In Libyen und der Elfenbeinküste hat sich die
internationale Gemeinschaft erstmalig entschlossen gezeigt,
Massenverbrechen verhindert. An
vielen anderen Orten zögern die UN und ihre Mitgliedsstaaten,
ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Solange aber das Versprechen einer Welt ohne Völkermord nicht eingelöst ist, bleibt die Umsetzung der Schutzverantwortung eine der wichtigsten Menschheitsaufgaben des 21. Jahrhunderts.
Über Schutzverantwortung.de
Das Portal www.schutzverantwortung.de ist ein Projekt der Menschenrechtsorganisation Genocide Alert e.V. Es verfolgt zwei Ziele.
- Das Konzept der Schutzverantwortung einer deutschsprachigen Öffentlichkeit näher zu bringen, über ihre Ursprünge und Ausgestaltung zu informieren und auf diesem Weg zu ihrer Verbreitung und Umsetzung beizutragen.
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Eine überparteiliche Plattform zur Diskussionen der Schutzverantwortung in Deutschland und der Welt zu bieten. Wie positionieren sich Politik und Parteien zur Schutzverantwortung? Wie kann Deutschland zu einer besseren Umsetzung der Norm beitragen? Was kann und sollte Deutschland zu der Verhinderung von aktuellen und zukünftigen Massenverbrechen beitragen?
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